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Jaguar XF 25t -  Test

Jaguar XF 25t - der englische Aristokrat - Unser Test

2016-02-12 - Robert Baumann     Tags: Jaguar, Jaguar XF, Test

Jaguar ist letztes Jahr in einigen Segmenten in die offensive gegangen. Das neuste Werk der Briten ist der XF, der mit dem BMW 5-er oder dem Audi A6 konkurrieren soll. Er sieht ein bisschen dem früher präsentiertem XE etwas ähnlich, doch er bietet viel mehr Platz im Innenraum, stärkere Motoren und Allradantrieb an. Doch reicht das um die Kunden der Pämiumklasse zu beeindrucken?

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Ian Callum war Projektleiter der Karosserie. Als die Limousine in Arbeit war, war er davon überzeugt, dass der XF das am besten aussehende Auto in diesem Segment sein wird. Da hat er nicht ganz unrecht, während seine deutschen Konkurrenten eher konservativ gehalten werden, zieht der Jaguar viele Blicke auf sich. Die sanfte Karosserie hat ganze 4955 mm und ist damit länger als der BMW oder Mercedes und das um ganze 7 cm, das kann für manche ein Vorteil sein.
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Die schwarzen 18-zoll Felgen, die Chromleisten und der gewaltige Kühlergrill mit dem kleinen Logo machen das Exterieur noch interessanter. Das i-Tüpfelchen sind die runden Endrohre, die jedoch ein bisschen zu nah aneinander geraten sind. Die Briten lassen sich in Sachen Licht von der jetzigen Mode beeinträchtigen und setzen auf LED-Scheinwerfer. Zwar fährt das hier getestete Exemplar fährt mit Bi-Xenon und LED-Tagfahrlicht, doch zum ersten Mal können wir diese Option (für 1550 €) bestellen.
Wer mit dem kleineren XE schon Bekanntschaft gemacht hat, wird sich im XF zu Hause fühlen. Die Knöpfe, das Armaturenbrett und das Multimediasystem sind in den beiden Modellen fast identisch. Interessant ist beim Einschalten der Klimaanlage das Öffnen der seitlichen Lüfter. Dieses Patent wurde früher von VW im Phaeton eingesetzt. Hinter dem Steuer sitzt man recht tief, was den Eindruck verschafft, dass man in einem Sportwagen sitzt.
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Die elektrische Sitzeinstellung ermöglicht es eine angenehme Position hinter dem Steuer einzunehmen. Die nicht schlecht geschnittenen Sitze machen es möglich schmerzfrei hunderte von Kilometern zu fahren. In der zweiten Sitzreihe ist für genügend Platz gesorgt, doch nicht so viel wie im Skoda Superb. Trotzdem werden zZwei Personen mit 1,90 m nicht über Platzmangel meckern. Der Kofferraum hat 540 Liter Volumen, aber eine relativ kleine Öffnung.
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Die im Auto verwenden Materialien lassen nicht viel zu wünschen übrig. Die Plastikelemente sind angenehm anzufassen und gut angepasst. Einwand kann man nur gegen die Kunststoffe rund um den Touchscreen und die automatische Klimaanlage haben. Nicht ganz so solide scheinen auch die Schalter für die Fensterheber.
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Würde man diese gegen die Schalter der elektrischen Sitze mit Memoryfunktion tauschen, wäre das viel besser. Die lange liste an bestellbaren Extras ist bemerkenswert lang. Dank ihr kann man das Auto nach eigenem Wünschen konfigurieren. Man kann unter anderem elektrisch schließbare Türen (640 €), beheizbare und kühlbare Sitze (1100 €), 4-Zonen Klimaautomatik (900 €), oder Paneele in Carbon (1080 €) ordern.
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Der Basis-Benzinmotor des XF generiert 240 PS und ein Drehmoment von 340 Nm, die ab 1750-4000 U/min zur Bereitschaft stehen. Der Zweiliter-Motor arbeitet mit einem 8-Gang Automatikgetriebe von ZF zusammen. Das Getriebe arbeitet sehr präzise, doch zum S-Tronic von Audi fehlt es ihm noch ein bisschen. Das Auto beschleunigt vom Stand bis zu 100 km/h in 7 Sekunden, Vmax beträgt 248 km/h.
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Die Basisfederung (für das adaptive Fahrwerk müssen wir 1600 € zuzahlen) fühlt sich am besten auf ebenen Straßen. Dann überzeugt sie durch Komfort, Lenksicherheit und sehr gute Lärmdämmung. Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn ist es im Innenraum angenehm ruhig, anders, wenn wir auf unserem Weg auf Unebenheiten treffen.
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Dann wird der XF nervös und die Beifahrer sehnen sich nach frisch gemachten Straßen. Nicht schlecht arbeitet dafür die Lenkung. Sie gibt sehr präzise die Lage der Räder her und erlaubt es uns schnell enge Kurven zu nehmen. Der Benzinverbrauch? Nicht viel mehr als 10 Liter Innerorts, auf Landstraßen ca. 7-8 Liter auf 100 km. Im Winter ist beim Automatikgetriebe das All Surface Progress Controll System, welches vom Land Rover geliehen wurde, nützlich. Dieses System erleichtert das Fortbewegen auf verschneiten Wegen.
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Ohne Extras kostet der XF in der Pure Edition 41.350 €. Wer sich einen V6 mit 340 PS unter der Haube wünscht, der muss 21.000 € drauflegen. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der XF relativ günstig. Für einen ähnlich zusammengestellten BMW 5-er oder Audi A6 bezahlt man mindestens ein paar tausend € mehr. Wer sich für den Briten entscheidet, bekommt ein außergewöhnliches Aussehen, Hinterradantrieb und eine ebenso lange Liste an Extras, wie bei seinen deutschen Konkurrenten.
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Technische Daten:
Jaguar XF 25t
Hubraum: 1999 cm3
Leistung: 240 PS bei 5550 U/min
Drehmoment: 340 Nm bei 1750-4000 U/min
Getriebe: 8-Gang Automatik
Zylinder (Zahl und Lage): 4, Reihe
Außenabmessungen (Länge/Breite/Höhe): 4954/1880/1457 mm
Achsstand: 2960 mm
Eigengewicht: 1590 kg
CO2Emission: 179 g/km

Leistungsdaten:
0-100 km/h: 7 sek.
Vmax: 248 km/h
Verbrauch:
Innerorts: 10,5 l/100 km (10,8 im Test)
Außerorts: 5,8 l/100 km (7,6 im Test)
Kombiniert: 7,5 l/100 km (8,4 im Test)



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Rich 2016-02-18 14:17
Der ist echt ne Alternative für Audi und co. Aber ich finde, dass auch Lexus in diesem Segment nicht zu vergessen ist.