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Der Mitsubishi L200 2.4 - Ein alltagsfreundlicher Pickup - unser Test

2016-05-17 - Robert Baumann     Tags: Test, Mitsubishi L200, Pickup, Mitsubishi
Der L200 war einer der ersten Pickups, die ihre Höchstgeschwindigkeit bei eingeschaltetem Allradantrieb erreichten. Sein Problem war aber, dass er zu sehr wie ein Arbeitsfahrzeug aussah. Die neue Generation hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Außer dem attraktiveren Aussehen, verhält sich der Mitsubishi auch sicherer auf dem Asphalt, er verbraucht weniger Sprit und sein Interieur sieht aus wie in Kompaktwagen vor einigen Jahren. Die Rundungen der Karosserie haben den Luftwiederstand verringert. Im Vergleich mit dem Vorgänger ist das jetzige Modell glatter und hat mehr Kanten. Der L200 ist nicht mehr so auffällig. Er  erinnert jetzt mehr an die Pickups der Konkurrenz. Original bleibt er trotzdem. 528,5 cm Länge machen aus dem Japaner ein Auto, mit dem man Schwierigkeiten bekommt eine passende Parklücke zu finden.
Zum ersten Mal hat das Modell Bi-Xenonscheinwerfer mit LED's zur Tagfahrt bekommen. Eine Rückfahrkammera und viele Extras, wie zusätzliche Halogenlichter, Verzierleisten, Edelstahlschwellen, ein abgedecktes Heck, oder die zusätzlichen Dekorohre, können bestellt werden. Die limitierte Premiere Edition hat zusätzlich die Seitenscheiben verdunkelt und einen Spoiler hinter der Kabine. Alles zusammen sieht sehr effektiv aus.
Im Vorgänger war es in der Kabine eng und die Rückbank war ungemütlich. Die Ingenieure haben ihre Lektion daraus gelernt und an der Geräumigkeit gefeilt. Wenn man im Auto Platz nimmt, kann man den Eindruckt bekommen, dass man in einem Kompaktwagen von vor einem Jahrzehnt sitzt. Der Zentrale Teil des Cockpits erinnert stark an die Form aus dem ASX. Gemeinsamkeiten sind das Multimediasystem mit Touchscreen und Rückfahrkammera und die Zweizonen-Klimaanlage.
Die Bedienung lässt nicht viel zu wünschen übrig, die Grafik des Displays weicht jedoch von heutigen Standards ab. Durchschnittlich ist auch das Navi, dessen Adressdatenbank mit den auf Google basierenden Geräten nicht konkurrieren kann. Die Schlichtigkeit und Transparenz des Systems können jedoch erfreuen. Vor den Augen des Fahrers sind zwei analoge Zeiger mit einem schlichten Boardcomputer und einer Grafik, die den benutzten Antrieb anzeigt. Das Multifunktionslenkrad, das auch Wippen zum Gangwechsel hat, liegt gut in den Händen.
In den beiden Sitzreihen wurde für genügend Platz gesorgt und die Lederpolsterung passt zum Charakter des Autos. Mit Leichtigkeit werden wir den Dreck los, wo von wir Sicherlich reichlich von haben werden, wenn wir uns auf unbefestigten Straßen fortbewegen werden. Vorne können sich sogar Personen mit 1,90 m komfortabel fühlen. Vielleicht sind die Profile der Sitze nicht besonders gut, aber sie bleiben sogar nach einigen Hundert Kilometern gemütlich. Besondere Veränderungen wurden hinten vorgenommen. Die Banklehne wurde um 25 Grad nach hinten verstellt. Die Qualität der gewählten Materialien ist für Pickup Standards ganz akzeptabel. Die harten Plastikelemente wurden gut zusammengepasst, wodurch wir während der Fahrt kein unangenehmes Quietschen oder andere Laute hören.Beim Motor haben wir keine große Auswahl. Wir haben einen Motor der mit dem 6-Gang Schaltgetriebe oder einer 5-Gang Automatik verbunden ist. Der 2,4-Liter  Vierzylinder hat 181 PS und 430 Nm Drehmoment, die bei 2500 U/min verfügbar sind. Im Vergleich zum Vorgänger arbeitet der Motor viel gleichmäßiger, auch die Leistung und der Benzinverbrauch haben sich gebessert.Der Dieselmotor gibt weniger Vibrationen an den Innenraum weiter und bei höheren Umdrehungen ist der Klang auch nicht mehr so störend. Zusätzlich liefert er eine akzeptable Leistung. Der fast 2-Tonner beschleunigt auf 100 km/h in 11,4 Sekunden und hat einen Topspeed von 177 km/h. Nicht besonders eilig hat es dafür das Automatikgetriebe. Egal ob der nächste Gang eingeschaltet wird, oder eine Reduktion vorgenommen wird, es dauert ewig. Nichts desto trotz finden wir auch bei Toyota und Nissan keine schnellere Lösung.Der L200 verhält sich recht zivilisiert auf dem Asphalt, obwohl das nicht sein Element ist. Die Konstrukteure haben an der Lenkung gearbeitet, wodurch sie präzisier arbeitet und man bekommt leichter ein Gefühl dafür, was unter den Reifen vor sich geht. Die Federung absorbiert gut Unebenheiten, doch wenn der Wagen leer ist, dann kann die hinten montierte Querblattfederung unangenehm hochspringen. In diesem Fall unterstützt uns die serienmäßige Traktionskontrolle. Gerne gucken wir auf den Benzinverbrauch. 10 Liter Innerorts und 7-8 Liter Außerorts sind ganz angenehme Werte. Auf der Autobahn schluck der L200 gerne auch mal 11 Liter.Der Mitsubishi hat keine Angst vor härterem Gelände. Er hat eine ordentliche Bodenfreiheit (22,5 cm) und den effektiven Super Select Antrieb. Standartmäßig geht der Drehmoment an die Hinterräder, man muss aber nur den 4H Modus einstellen um die Vorderachse einzuschalten. Bei Bedarf kann die hintere Antriebsachse blockiert, oder eine Zentralblockade eingeschaltet werden.In der Basisversion kann der japanische Pickup in Wasser bis zu 60 cm tiefe plantschen. Schlamm oder sandige Hürden jagen ihm auch keine Angst ein. Es reicht nur ein Snorkel, ordentliche Geländereifen und der Mitsubishi kommt an Orte an, von denen SUV's nur träumen können. Man sollte aber die Größe nicht vergessen, denn die über 5,2 m Länge erleichtern das Wenden im Wald nicht besonders.Mit der vergrößerten Kabine kann man den L200 ab 28.490 € kaufen. Die Sondermodelle mit der Zusatzbezeichnung SUV-Star sind ab 39.390 € zu haben. Hier sind Bluetooth, ein Exklusives Exterieurpaket, ein Tempomat und andere Extras Serie.

Technische Daten:
Mitsubishi L200 2.4 Premiere Edition
Motor: 2442 cm3
Leistung: 181 PS bei 3500 U/min
Drehmoment:  430 Nm bei 2500 U/min
Getriebe: 5-Gang Automatik
Lage und Zahl der Zylinder: 4, Reihe
Maße (Länge/Breite/Höhe): 5285/1815/1780 mm
Achsstand: 3000 mm
Eigengewicht: 1875 kg
CO2 Emission: 189 g/kmLeistungsdaten:
0-100 km/h: 11,4 Sekunden
Vmax: 177 km/h
Verbrauch:
Innerorts: 8,4 (10,6 Test)
Außerorts: 6,5 (7,8 Test)
Kombiniert: 7,2 (8,9 Test)


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