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Der BMW 220i Cabrio - Ein Angebot für warme Sommertage

Der BMW 220i Cabrio - Ein Angebot für warme Sommertage - unser Test

2015-07-20 - Robert Baumann     Tags: BMW 2-er, Test, Cabrio, BMW
2008 hat BMW den ersten 1-er Cabrio vom Fließband gelassen. Seine Erweiterung ist der 2-er mit Softtop, Heckantrieb und starkem Benziner unter der Haube. Theoretisch können in diesem Auto vier Personen platz nehmen. Das Dach versteckt sich im Kofferraum in 20 Sekunden und kann mit bis zu 50 km/h geschlossen werden. Mit 32.000 € ist der 2-er Cabrio nicht billig, doch hier spürt man die Freude am Fahren, die hat man von jedem gefahrenen Kilometer und er kann ohne Probleme als Ganzjahreswagen dienen.
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Der 2-er sieht viel besser aus, wenn das Dach weg ist. Dieses können wir dank Knopf zwischen den Sitzen öffnen und schließen. Teurere Cabrios können das auch ferngesteuert mit dem Schlüssel. Nichtsdestotrotz, nach 20 Sekunden können wir uns am wehenden Wind oder dem Sternenhimmel erfreuen.
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Die Karosse ist 445 cm lang, 177 cm breit und gerade mal 140 cm hoch. Von der Größe her ist er so groß wie Kompaktlimousienen. Die Karosserie wurde um 20% steifer gemacht, wodurch er den g-Kräften besser Stand halten kann. Meinungsverschiedenheiten gibt es beim Styling des Hecks. Im Vergleich zum Vorgänger haben die Leuchten einen milderen Look, das gefällt nicht allen. Doch wie man es nicht machen würde, man kann nicht jeden glücklich machen.
Der Innenraum ist im 1-er Stil geblieben. Das schlicht gebaute Armaturenbrett lässt einen schnell sich zurechtzufinden und die wichtigsten Elemente schnell unter Kontrolle zu haben. Schwieriger wird es, wenn man sich tiefer ins Menü des Multimediasystems einlässt. Das von uns getestete Exemplar ist zusätzlich mit dem M-Paket ausgestattet, wodurch Dekorelemente aus Aluminium hinzugefügt wurden, ein dreiarmiges Mulitifunktionslenkrad mit Schaltwippen. Auch die Zeiger sind mit Aluminium umrandet Die Zeiger bleiben klassisch und sind im 90-er Jahre Stil. Das erfreut das Auge, denn der E30 Cabrio war zwei Jahrzehnte lang eins der besten Autos zum Fahren und Ansehen.
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Der klare und benutzerfreundliche Innenraum hat die Leiste für die Konkurrenten hoch angesetzt. Schlechter fällt der 2-er bei der Geräumigkeit aus, erst recht in der hinteren Reihe. Im Vergleich zum 2-er Coupe fehlen in der Breite 30 cm. Alles um die Karosserie zu stärken und durch die Elemente, die für das Öffnen und Schließen des Daches verantwortlich sind. Das bedeutet, dass hinten nur kleine Personen Platz nehmen können und das nur auf kurzen Strecken. Abhängig davon ob das Dach versteckt ist, oder nicht, passen in den Kofferraum 280 oder 335 Liter rein. Die kleine Öffnung und die hohe Schwelle erschweren das Beladen des Kofferraums. Überraschend viel Platz hat man vorne.
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Der tiefe Sitzplatz und die Möglichkeit einige Eigenschaften manuell einzustellen verursachen, dass der BMW nicht nur auf Geraden, aber auch in engen Kurven viel Spaß macht. Die Sitze halten den Fahrer gut. Schade, dass wenn man Leder bestellt, keine Ventilation vorhanden ist, denn die Sitzheizung kann man nur im Winter verwenden. Gegen die für den Innenraum gewählten Materialien ist nichts einzuwenden. Trotz harter Federung, kann man bei Unebenheiten kaum Laute hören und ein großer Teil der Plastikelemente ist weich und angenehm beim Berühren.
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Zwei Liter Hubraum, vier Zylinder und ein Turbolader sind auf jeden Fall ein besseres Angebot, als der 3-Zylinder 1,5 Basismotor. Der 220i hat 185 PS und 270 Nm bei 1250–4500 rpm. Das knapp 1,5 Tonnen schwere Auto beschleunigt auf 100 km/h in 7,6 Sekunden und hat ein Maximaltempo von 226 km/h. Der geschmeidig klingende Benziner arbeitet gut mit der achtstufigen Gangschaltung und gibt die Leistung an die Hinterräder weiter.
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Der Motor beschleunigt harmonisch und der sehr gut gedämpfte Innenraum isoliert die Passagiere von den mechanischen Lauten (nervig werden diese erst im roten Bereich des Drehzahlmessers). Ein Feuerwerk sollte man aber nicht erwarten. Trotz guter Dynamik auf dem Papier, ist der BMW in der Praxis nicht so spektakulär wie versprochen. Der 2-er schluckt gerne die Stufen des Tachos, doch es fehlt das Gefühl, dass man in den Sitz gepresst wird, so wie das im 4.000 € teureren 228i (245 PS) der Fall ist. Der Auspuff könnte auch für ein bisschen mehr Bass sorgen.
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Lobenswert sind die Fahreigenschaften und die Lenkung. Alles arbeitet sehr präzise, erst recht im Sport-Modus. Im Alltag ist jedoch der Comfort-Modus angenehmer, denn das Auto behält die sportlichen Eigenschaften, Unebenheiten werden aber besser gedämpft. Das Gaspedal reagiert nur ein wenig träger. Der Grip ist gut dank fast perfekter Gewichtsverteilung (48 : 52) und der schon vorher erwähnten steifen Karosse. Schwer ist es das Cabrio aus Bayern aus dem Gleichgewicht zu bringen und ein schneller Start ist dank dem Launch Control möglich. Dank Windschutz (330 €) ist die Fahrt mit offenem Dach auch bei hohen Geschwindigkeiten angenehm.
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Cabrios der Klasse Premium gehören nicht zu den günstigsten Autos. Trotzdem hat der 1-er Cabrio 130.000 Käufer erworben. Der 2-er sollte diese Zahl toppen. Der Antrieb wurde verbessert, er hat super Fahreigenschaften und er macht unheimlich viel Spass im alltäglichen Gebrauch. Unser Exemplar kostet 52.000 €. Ohne Extras können wir den 2-er Cabrio für 32.000 € kaufen, 5.000 € mehr als für das Coupe.
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Technische Daten:

BMW 220i Cabrio
Motor: 1997 cm3
Leistung: 184 PS bei 5000–6250 rpm
Drehmoment: 270 Nm bei 1200–4500 rpm
Getriebe: Automatik, 8-Gang
Zylinder: Vier, Reihenmotor
Maße: (Länge/Breite/Höhe): 4454/1774/1403 mm
Achsstand: 2690 mm
Eigengewicht: 1580 kg
CO2 Emission: 147 g/km
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Leistung:
0–100 km/h: 7,6 Sekunden
Vmax: 226 km/h
Benzinverbrauch:
Innerorts: 8,5 (10,2 im Test)
Außerorts: 5,1 (7,3 im Test)
Gemischt: 6,3 (8,4 im Test)
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